BSA Torball

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Ansprechpartner:
Alexander Knecht
Te.: 07 11/4 87 02 59
E-Mail: alexander@goalball.detrenner_blueParalympics 2016 in Rio de Janeiro: Alexander Knecht ist unser Mann vor Ort!
Hier geht es zu seinen Berichten:
Bericht I, Bericht II, Bericht III, Bericht IV, Bericht V, Bericht VI, Bericht VII, Bericht VIII,
Bericht IX, Bericht X, Bericht XI, Bericht XII (Ende)

Und hier ein paar Bilder. Einfach klicken!
Interview mit Alexander Knecht vom 28.09.2016 im „Blick vom Fernsehturm“.
trenner_blueBeim Torball übernehmen die Ohren das Sehen!
TorballBildunterschrift: Liegend versuchen die sehbehinderten Spieler das breite Tor abzudecken. An Leinen hängende Glöckchen geben Orientierung.

Hier der Artikel aus der Esslinger Zeitung vom 24.04.2016:
Konzentrierte Ruhe, sechs Ballspieler bringen sich in Position. Das Ungewöhnliche dabei: Die Sportler sehen nichts. Sie tragen Augenmasken, die kein Licht durchlassen. Das Spiel nennt sich Torball und ist mit der Variante Goalball seit 1976 offizielle Disziplin der Paralympics. Am Samstag richtete die Behindertensportabteilung Torball des SV Hoffeld ein internationales Torballturnier in Ostfildern-Kemnat aus. Anlass war der zehnte Todestag des langjährigen Abteilungsleiters Edgar Knecht.

Knecht hatte nach dem Zweiten Weltkrieg im Alter von zwölf Jahren sein Augenlicht verloren, als er mit gefundener Munition spielte und diese in den Händen des Kindes explodierte. Heute, rund 70 Jahre nach dem Krieg, trainiert in der Behindertensportabteilung des SV Hoffeld ein junger Mann, der als Flüchtling vor dem Krieg im Nahen Osten nach Deutschland gekommen war.

Drei Spielfelder, getrennt durch flexible Trennwände, wurden in der Kemnater Sporthalle bespielt. „Die Trennwände brauchen wir, um die Spielfelder akustisch voneinander abzugrenzen“, erklärte Organisator Alexander Knecht. Der nicht sehbehinderte Sohn von Edgar Knecht ist selbst aktiver Spieler und Abteilungsleiter der Behindertensportabteilung Torball im SV Hoffeld. Dank der Augenmasken sind auf dem Spielfeld für Sehbehinderte mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen wie auch für Spieler ohne Sehbeeinträchtigung gleiche Voraussetzungen hergestellt. Dadurch rückt ein anderer Sinn in den Vordergrund: Die Aufgabe der Augen übernehmen nun die Ohren. Das Spielfeld umfasst eine Fläche von 16 Metern Länge und sieben Metern Breite. Das 130 Zentimeter hohe Tor erstreckt sich über die gesamte Spielfeldbreite. Über die Breite sind im Zentrum des Spielfeldes auf einer Höhe von 40 Zentimetern drei Leinen gespannt, an denen sich Glöckchen befinden. Der Abstand zwischen den Leinen beträgt jeweils zwei Meter. Der Ball muss ohne Berührung unter den Leinen durchgerollt werden. Jeweils drei Spieler einer Mannschaft bewegen sich vorzugsweise mit dem ganzen Körper am Boden vor ihrem jeweiligen Tor. Zur Orientierung sind dort drei Stoffmatten aufgeklebt. Rollt der ebenfalls in seinem Inneren mit Glöckchen ausgestattete Ball an, strecken sich die Spieler vor dem Tor in ihrer ganzen Länge aus, um ihn abzuwehren. Das Ganze ähnelt einer sehr präzise einstudierten Choreografie. Die konzentrierte Ruhe im Raum erzeugt zusätzliche Spannung und vermittelt dem Zuschauer eine Ahnung von der sportlichen Höchstleistung, die die Spielerinnen und Spieler während der Spielzeit von zweimal fünf Minuten erbringen.

Nach Aussage Knechts ist Torball unter Sehgeschädigten die am weitesten verbreitete Mannschaftssportart. Besonders beliebt ist sie in Deutschland und Mitteleuropa. Zum Edgar-Knecht-Gedächtnisturnier am Samstag waren Mannschaften aus der gesamten Bundesrepublik, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Italien angereist. Unter den zwölf Herren- und acht Damenmannschaften befand sich auch der aktuelle Deutsche Meister der Damen, die SG SV Hoffeld/Karlsruhe/München, die am Ende den Turniersieg mit nach Hause nahm. Bei den Herren siegte die Deutsche Nationalmannschaft.

Von Andrea Ambos
25.04.2016

Unsere Damenmannschaft ist wieder Deutscher Meister!!
Am gestrigen Samstag gewannen Margarete Rieker und Karina Schaude die Deutsche Torball-Meisterschaft.
Die Spielgemmeinschaft SG München/Hoffeld/Karlsruhe verteidigte ihren Titel mit einem 5:1 im Finale gegen Dortmund-Kirchderne. Nach einer knappen Niederlage mit 4:5 im ersten Spiel gewannen sie die restlichen sechs Spiele und wurden wieder verdient Meister.

Unsere Herrenteam muß leider den Weg in Liga zwei antreten!
Trotz guter Leistungen reichte es nur zu zwei Unentschieden. Patrick Beres traf im dritten Spiel ein Ball derart hart am Kopf, dass er mit einer Gehirnerschütterung die Nacht im Klinikum Landshut verbringen mußte. Wir haben ihn heute aber wieder mit nach Hause gebracht.

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So funktioniert Torball:
Die Sportart ist ein speziell für Blinde oder Sehbehinderte entwickeltes Ballspiel und zählt zu den wenigen Mannschaftssportarten, die es im Blindensport gibt. Der Spielgedanke besteht in dem Versuch, den Ball unter drei Leinen in der Mitte des Spielfelds hindurch und an der gegnerischen Abwehr vorbei ins Tor zu werfen. Die Spielzeit beträgt dabei zweimal fünf Minuten.

Spiel:
Der Ball ist etwa so groß wie ein Volleyball. Damit er hörbar ist, befinden sich in seinem Inneren Metallringe, die bei Bewegung klingeln. Das Spielfeld umfasst sieben mal 16 Meter, wobei die sieben Meter lange Grundlinie gleichzeitig die Torlinie ist. Die Spieler orientieren sich anhand von Bodenmatten. Zwischen den Mannschaftsräumen befindet sich eine vier Meter breite, neutrale Zone. Dort werden drei Leinen im Abstand von zwei Metern auf 40 Zentimeter Höhe quer über das Feld gespannt. An ihnen befestigte Glöckchen läuten bei der geringsten Berührung. Stößt der Ball dagegen, muss ein Spieler kurz vom Spielfeld.

Team:
Jede Mannschaft verfügt über drei Feldspieler. Bis zu drei Wechselspieler können sich auf der Bank bereithalten.
trenner_blueDie Trainingszeiten-/Orte sind:
Donnerstag von 17:15 – 18:45 Uhr Turnhalle der Sommerrainschule
(Edelweißstraße 11, 70372 Stuttgart)

Teamfoto Abteilung Torball SV Hoffeld, Januar 2017

Stehend v.l.n.r.:
Peter Scheurich, Heinz Lobitz, Patrick Beres, Berrin Akcadag, Manfred Haas (Abteilungsleiter), Martin Oswald
Sitzend v.l.n.r.:
Julia König, Margarete Rieker, Anna Heinrich, Karina Schaude, Eyüp Bas, Behan Davazes fehlen:
Henrike und willi Churr, Gerhard und Regine Hampp, Heinz Kybart, Hans Müller

Weitere Informationen zu Torball findest du hier: www.torballportal.de